Italien
Italien liegt überwiegend auf einer Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Angrenzende Staaten sind Frankreich , die Schweiz , Österreich Slowenien sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt. Italien besitzt mit Campione d’Italia eine Exklave in der Schweiz.
Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der Längsachse. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens als die Italienische Adriaküste bezeichnet.
Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen Inseln, der Ägadischen Inseln, der Tremiti-Inseln, der Pontinischen Inseln und der Toskanische Archipel. Die Pelagischen Inseln, zu denen auch Lampedusa gehört, und die Insel Pantelleria gehören geografisch bereits zu Afrika.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane, der Ätna und der Stromboli.
Höchster Gipfel Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur mit 4.748 m, ein Nebengipfel des Mont Blanc. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.
Hydrografisch gehört Italien fast ausschließlich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwässern via Inn und Donau ins Schwarze Meer. Dorthin entwässert ebenfalls die Drau, die im Pustertal in Südtirol entspringt, sowie die Gailitz, die das Gebiet um Tarvisio/Tarvis durchfließt. Ferner entwässert das Tal des Lago di Lei über den Rhein in die Nordsee. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die griechisch-römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien, begünstigt u.a. durch den Zerfall des byzantinischen Reiches und der Flucht seiner Gelehrten nach Italien, mit dass Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raffael, Fra Angelico und Michelangelo hervor. Für Italien wichtige Architekten im 21. Jahrhundert sind Renzo Piano (Genua) und Flavio Albanese (Vicenza).
Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur, für seine historischen Gebäude wie das Kolosseum, den Trevi-Brunnen und den schiefen Turm von Pisa genauso wie für Wein, Design, Film, Theater, Literatur, Poesie und die Malerei.
Aus der italienischen Küche haben Speisen und Gerichte wie Pizza, Pesto, Speiseeis, Panettone, oder Tiramisù internationale Berühmtheit erlangt.
Berühmte Komponisten italienischer Musik sind Giacomo Puccini (um 1900, Lucca), Giuseppe Verdi (um 1850, Mailand) und Alessandro Scarlatti (um 1700, Neapel). Klassische Interpreten wie Enrico Caruso und Luciano Pavarotti haben sich um die Oper verdient gemacht.
In der Pop- und Rockmusik ist Italien mit Künstlern wie Gianna Nannini, Eros Ramazzotti und Eiffel 65 präsent. Auch in weniger frequentierten Genres wie Power Metal (Rhapsody) und Punk (Vanilla Sky oder Evolution So Far) sind die Italiener vertreten.

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